Auftritt von Toni Lauerer

Über 400 Zuschauer verfolgten gespannt den Auftritt von Toni Lauerer in der überfüllten Turnhalle der Volksschule Mühlhausen. Eingeladen vom Kulturverein Mühlhausen gastierte der Mundartkünstler und Kabarettist aus Furth im Wald jetzt bereits zum fünften Mal in Mühlhausen. Bei seinen ersten Auftritten waren es aber nur rund ein Dutzend Zuhörer die seine literarischen Ergüsse beachtenswert fanden.

Zum Auftakt spielten die Familie Braun aus Sulzbürg und dann trat er auf: Toni Lauerer, hemdsärmelig, stämmig, bierbäuchig verkörpert er den typischen Bayern, ja eher noch den typischen Oberpfälzer. Stolz ist er auf sein Land, seinen Dialekt, traditionsbewußt, auch aufgeschlossen dem Neuen gegenüber - dies aber mit der nötigen Skepsis.

Toni Lauerer erzählt Geschichten aus dem Alltag, die sich so oder ähnlich auch zugetragen haben könnten. Er überlässt es dem Zuhörer, selbst zu urteilen, ob die handelnden Personen nun echte "Looser" (Verlierer) oder "Luser" (schwerhörig, langsam von Begriff) sind.

So erzählt er von einem typischen bayerischen Feuerwehrmann, der die Sirene nicht hört, den aber der Piepser seines Weckers zum Einsatz ins Feuerwehrhaus schickt. 

Köstlich anzuhören ist auch sein Baubericht über den Zusammenbau eines Schuhschrankes, wenn die koreanische Betriebsanleitung in die deutsche Sprache übersetzt wurde. "Fünf Bretten für Parken Schuh" heißen dann die Einlegebretter.

Weiter spricht er über die neue Mode des Brunchs und schildert dieses Erlebnis mit trockenem Humor: "Da hat´s Lachs gegeben, Shrimps, Kaviar, aber auch guate Sach´n wie an Preßsack, an Leberkas und a Sulz" Gekostet habe dieser Spaß für die ganze Familie 45 Euro oder in echtem Geld 95 Mark.

Als echter Bayer ist er geradezu verpflichtet das Verhältnis zu unseren Nachbarn aus dem Norden zu thematisieren. So liest er zu Beginn des zweiten Teils seines Auftritts aus einem Tagebuch eines norddeutschen Kindes vor, das zu Urlaub in Bayern war: "Bayern ist ein schönes Land, aber leider sieht man wenig davon, weil überall Berge sind. Sehr schön sind auch die Feste. Da trinken die Bayern Bier aus gläsernen Eimern. Wenn sie dann mehrere Eimer Bier getrunken haben, dann schlafen sie ein oder reden in einer Geheimsprache oder sie raufen."

Mit zwei Zugaben erfreute Toni Lauerer dann noch die zahlreichen Zuschauer, bevor er vom ersten Vorstand des Kulturvereins Manfred Schreiner noch ein Bild als Erinnerungsgeschenk an seinen ersten Auftritt in Mühlhausen ( damals noch mit mehr Haaren) erhielt.

Toni Lauerer 1992 beim Brunnerwirt in Mühlhausen

Bedanken möchte sich der Kulturverein Mühlhausen bei allen Zuschauern, bei der Gemeinde Mühlhausen und der Rektorin der Schule, Frau Schroll. Ein besonderer Dank geht an den Hausmeister der Schule, Herrn Eichinger, der uns jederzeit tatkräftig unterstützte



Die Familie Braun aus Sulzbürg spielt Volksmusik



In voller Lebenspracht: Toni Lauerer



Toni Lauerer kauft mit seiner Frau gerade eine Hose - in Zwischengröße.



Die Sicherheitswache der FF Mühlhausen amüsiert sich prächtig über den ersten Einsatz von Toni Lauerer beim Feuerwehrfest.



Ein Superlacher ist immer wieder die Umsetzung einer fernöstlichen Betriebsanleitung in die deutsche Sprache.
Hier erzählt Toni Lauerer von seinem Abenteuer, einen koreanischen Schuhschrank zusammenzubauen.



Der Vorstand des Kulturvereins, Manfred Schreiner, übergibt Toni Lauer ein Bild aus seinen "Jugendjahren" als Erinnerungsgeschenk.