Saarlouiser Rundschau vom 11.07.1007

Oldtimer in den Königs-Spuren

Mühlhausen (red). Zum ostbayerischen Oldtimer-Treffen am Sonntag, 3. August, rüstet Mühlhausen im Oberpfälzer Jura.
Geplant sind eine Oldtimer-Ausstellung, Oldtimer-Frühschoppen, Biergarten und Kirchweih mit Bierzeltbetrieb.
Höhepunkt soll die Rundfahrt mit alten Fahrzeugen durch Mühlhausen und auf den Spuren König Ludwigs durch das Sulztal sein.
Auskünfte: Organisationsteam Oldtimertreffen, Herr Schreiner, Schweppermannstr. 9, 92360 Mühlhausen, Tel. (09185) 1746.

Neumarkter Tagblatt 1997

Das 8. Mühlhausener Oldtimer-Treffen übertraf sämtliche Erwartungen

Blankpolierte Schätze glänzten in der Sonne

Rund 25000 Besucher sowie 450 Autos, Motorräder und Traktoren / Rundfahrt durch das Landl

MÜHLHAUSEN
Das 8.Oldtimertreffen" übertraf sämtliche Erwartungen: Bei schönstem Wetter strömten am Sonntag nach Schätzungen der Veranstalter rund 25 000 Interessenten in die Stadt an der Sulz, um alte Autos, Motorräder und Traktoren zu bewundern.
Gleichzeitig hatten die Gäste Gelegenheit, die Kirchweih mit zu feiern.

So viele Fahrzeuge wie in keinem Jahr zuvor, rund 450, zeigten sich bei der Oldy-Schau von ihrer schönsten Seite: frisch gewachst und poliert glänzten sie in der Sonne.
Veranstaltungs-Leiter Manfred Schreiner von der "Interessensgemeinschaft der Oldtimerfreunde im Kulturverein" hatte allen Grund zum strahlen:
"Das ist absoluter Rekord. Das hat es hier noch nie gegeben." Mühlhausen sei, freute sich auch Bürgermeister Anton Galler, mittlerweile zu einem echten Begriff in der Oldtimer-Szene geworden.
Nicht nur aus Bayern, sondern ebenso aus anderen Bundesländern und dem Ausland reisten die Teilnehmer an.
Zu den ältesten Fahrzeugen zählte zum Beispiel ein schmucker THW Lastwagen aus dem Jahr 1959, der in Wuppertal beheimatet ist.
Bei den Motorrädern stach vom Alter her eine 750-ccm-Hecker aus dem Jahre 1928 hervor.
Stundenlang nutzten unzählige Besucher, die Gelegenheit, die auf dem Festplatz ausgestellten Schätze zu besichtigen und mit den Besitzern zu fachsimpeln.
Über 250 Motorräder standen da, mehr als 150 Autos und 40 Traktoren - ein Stück schöner als das andere.

Schon am frühen Vormittag hatte das rege Treiben begonnen.
Beste Stimmung herrschte bei der anschließenden Rundfahrt durchs Land!. Landrat Albert Löhner gab den offiziellen Startschuß.
Und Manfred Schreiner schickte die Fahrzeuge mit exakten Erklärungen über Alter und Herkunft auf die Strecke.
So mancher Zuschauer stand am Straßenrand und zollte der vorbeifahrenden Kolonne Beifall. Nach gut einer Stunde kehrten alle zum Festplatz zurück - und da wurde noch einmal ganz kräftig gefeiert.

Viel bewundert: Ein amerikanischer Straßenkreuzer mit den charakteristischen riesigen Heckflossen.



Neumarkter Nachrichten vom 04.08.1997

Das achte Oldtimertreffen anläßlich des Volksfestes in Mühlhausen lockte gestern mehr als 11 000 Besucher auf die Straßen

Stelldichein für "Knutschkugel" und Jaguar

Über 300 "Oldies" aller Kategorien waren zu ,sehen - Stilgerechte Musik und Fachsimpeleien unter Gleichgesinnten - Viele Prämierungen

MtlHLHAUSEN
(ka) -Mehr als 300 Oldtimer und mehr als 10 000 Besucher zog es am Sonntagvormittag nach Mühlhausen . zum größten Oldtimertreffen im ostbayrischen Raum.
Es waren, wie auch in den Vorjahren Fahrzeuge aus allen "Kategorien" zu sehen.
Angefangen vom Kleinwagen wie der "Knutschkugel" (BMW Isetta), bis hin zum ersten auf Band gefertigten Auto der Welt, dem Ford T-Modell.
Immer mit dabei sind seit acht Jahren in Mühlhausen auch einige ellenlange "Amis", so zum Beispiel ein Chevrolet und ein Cadillac, mit riesigen. Heckflossen aus der besten Zeit des Rock 'n' Roll.
Neben vielen Klassikern waren auch eine ganze Anzahl von so genannten "Youngtimern" zu sehen, wie zum Beispiel der bereits sehr selten gewordene VW-Porsche 914, oder der letzte echte Roadster, der Triumpf TR6, aber auch so legendäre Autos wie der Jaguar E Typ mit seiner meterlangen Haube.
Zu bewundern waren auch ein roter tschechischer Tatra oder ein Wartburg Coupe aus den 50er Jahren.

Bei den Motorrädern sah man besonders häufig die BMWs der verschiedenen Hubklassern.
Natürlich dominierten die "Zwoafuchzger" und die "Fünfhunderter".

Historische Traktoren
Großes Interesse galt auch der Abteilung Landwirtschaft mit den historischen Bulldogs.
Die Traktoren kamen überwiegend aus .der Region und verrichten zum Teil noch heute ihren Dienst auf einem Oberpfälzer Bauernhof.
Die einen sind liebevoll restauriert, die anderen tragen noch die Patina ihres harten Broterwerbs auf dem Blech.
Wie auch in den Jahren vorher war diesmal ein edler Lanz "Glühkopf" dabei, den sich sogar der Abgeordnete Herbert Fischer genau ansah.

MdL Herbert Fischer vor dem Lanz-Bulldog

Der "Glühkopf" wird mit einer Lötlampe gestartet.

Der Sonntagvormittag bot den Gästen viel Gelegenheit, bei einem Pils im Biergarten oder inmitten von Blech und Chrom zu fachsimpeln".
Stilgerecht gab es Dixielandmusik live.

Auf königlichen Spuren
Der Höhepunkt des Treffens war die "König-Ludwig Rundfahrt."
Die Strecke führte.auf den Spuren des Bayemkönigs durchs Landl bei Mühlhausen, welche dieser im Jahre 1830 mit einer Pferdekutsche gefahren sein soll.
Schirmherr Landrat Albert' Löhner gab das Startsignal. Zuerst einmal ging es im Corso durch Mühlhausen.
Am Ortsendetrennten sich. die Wege. Während die Traktoren und andere langsame Fahrzeuge wieder zum Festplatz zurückkehrten, fuhren alle anderen Oldtimer rund um die drei Sulzbürger Zeugenberge über Bachhausen, Kerkhofen, Wettenhofen, Rocksdorf und zurück nach Mühlhausen.
Auch heuer wurden die schönsten Fahrzeuge ausgezeichnet.
Die jeweiligen Fahrzeugklassen wurden in Vor- und Nachkriegsmodelle eingeteilt. Die ältesten Fahrzeuge und die mit der weitesten Anreise wurden ebenfalls prämiert.

Klassiker und auch "Youngtimer" versetzen das Publikum immer wieder in Staunen.



Neumarkter Tagblatt vom 07.08.1007

Freude herrschte bei der Siegerehrung des "8. Oldtimertreffens" in Mühlhausen.

Originalzustand zählte

Jury vor harter Aufgabe.
Pokale für die Prachtstücke des "8. Oldtimertreffens"

MÜHLHAUSEN
(br). Mehr als zufrieden zeigte sich Hauptorganisator Manfred Schreiner mit dem Verlauf des "8. Mühlhausener Oldtimertreffens".
Dies betonte er auch bei der Siegerehrung unter dem Beifall der unzähligen Anwesenden.
Schreiner betonte, daß es der Jury bei" der Vielzahl der Prachtexemplare ausgesprochen schwer gefallen sei, die Sieger zu küren.
Bewertet habe sie vor allem den Originalzustand der Fahrzeuge.
Die Pokalgewinner:
Nachkriegs-Autos: Helmut Junghans aus Fürth, Mercedes 300; Johann Maier aus Amberg, Porsche 356, Bernd Brunner aus Parsberg, Mercedes 190 D.
Schlepper: H. Großmüller aus Neumarkt, Fendt F 18 H, Hubert Eichinger aus Weihersdorf, Porsche Traktor; Erwin Pfindl aus Mühlhausen, MAN 62.
Roller: Dietmar Georg aus Weißenburg, Heinkel 103 A.
Motorrad-Gespanne: Gerhard Grenz aus SolIngriesbach, BMW R50.
Motorräder bis 1945: Franz Götz aus Hemau, D-Rad; Erich Geham aus Hersbruck, NSU OSL 251.

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